Feine Äderchen schimmern

Feine Äderchen schimmern

Couperose ist für viele Menschen ein ernsthaftes Hautproblem: Hierbei handelt es sich um feinste bläulich schimmernde Adern, welche durch die Haut hindurchschimmern. Am deutlichsten sind sie im Wangenbereich und um die Nase herum sichtbar.

Die Ursachen dafür können verschiedener Natur sein: Manchmal bekommt die Haut zu viel Sonne ab, manchmal ist die Couperose genetisch veranlagt und manchmal tritt sie auch als Folgeerkrankung einer Rosacea auf. Bisher ist der Hauptauslöser noch nicht eindeutig geklärt, fest steht jedoch, dass Couperose inzwischen sogar öfter vorkommt als Neurodermitis.

Richtige Hautpflege bei Couperose

Bei Couperose spielen die Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten eine enorm große Rolle. So sind beispielsweise in parfümierten Cremes häufig ätherische Öle enthalten, welche die Durchblutung der feinen Äderchen noch mehr fördern – das ist alles andere als gut für Menschen mit Couperose. Darüber hinaus sollten entsprechende Produkte frei von Alkohol, Silikonölen und Mineralölen sein, denn fettreiche Cremes sind bei Haut, die zu Couperose neigt, nicht die beste Wahl.

Hier kann es schnell passieren, dass die Creme eine isolierende Schicht bildet und dadurch das Gewebe erwärmt. Die Folge: Die Äderchen sind noch besser sichtbar. Hauptaugenmerk sollte bei Couperose auf der Feuchtigkeitsversorgung der Haut liegen.

Alte Hausmittel

Um die empfindliche Haut zu beruhigen, sind feuchte Umschläge eine wunderbare Lösung, so dass die feinen Äderchen unter der Haut enger und damit weniger sichtbar werden. Kompressen mit Arnika, Schwarzem Tee oder auch Rosskastanie eignen sich hier besonders gut, da sie das Bindegewebe stärken und gleichzeitig verhindern, dass sich die Couperose noch weiter ausbildet.

Ein kühlendes Gel mit Kampfer oder Minze kann ebenfalls hilfreich sein. Dagegen sollte man Peelings möglichst nicht auf couperoseanfälliger Haut anwenden, da sie das Gewebe unnötig reizen.

Sonnenschutz

In der Regel sind eher hellere Hauttypen von Couperose betroffen – deshalb ist ein höherer Lichtschutzfaktor besonders wichtig. Ein Sonnenbrand kann die Erkrankung nämlich sogar deutlich verschlimmern. Sehen Sie sich daher unbedingt nach einer Creme mit LSF um – ohne Sonnenschutz sollten Sie grundsätzlich nicht in die Sonne gehen.

Die Haut benötigt einen effektiven Schutz vor den schädlichen UVA und UVB Strahlen, der gleichzeitig ihre Sensibilität berücksichtigt.

Generell sollten Menschen, die unter Couperose leiden, auf Tee, Kaffee und Alkohol so weit wie möglich verzichten. Alle drei Stoffe fördern Gefäßveränderungen, vor allem das Rauchen wirkt sich gefäßverengend aus, weil das Blut sich leichter staut und im schlimmsten Fall die feinen Äderchen zum Platzen bringen kann. Dampfbäder und Saunagänge begünstigen ebenfalls die Ausbreitung der Couperose.

Spezielle Massagen

Eine Möglichkeit, Couperose zu behandeln, ist, neben der Pflege mit entsprechenden Produkten, eine speziell darauf aufgerichtete Massageart. Doch Vorsicht: Falsches Massieren beziehungsweise starkes Reiben der entsprechenden Hautpartie sollte unbedingt vermieden werden. Stattdessen gibt es mit der “Soebi-Technik” eine spezielle Massagevariante, welche vor allem in der medizinischen Kosmetik zum Einsatz kommt. Sie konzentriert sich vor allem darauf, die Gefäße zu trainieren und kann dabei helfen, die Durchblutung so zu stimulieren, dass die Äderchen sich eher verengen und nicht noch zunehmend weiten. Durchgeführt werden solche Massagen beispielsweise von ausgebildeten Kosmetikern.

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