Lippenpflegestifte

Lippenpflegestifte

Die Lippenhaut ist bekanntlich sehr dünn und damit auch besonders empfindlich. Talgdrüsen, wie sie an anderen Körperstellen vorhanden sind, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen, fehlen hier vollständig. Auch ist die Hornhaut, welche die Haut vor schädlichen Einflüssen aus der Umwelt schützen soll, an dieser Stelle nur geringfügig vorhanden.

In der Regel haben die meisten Lippenpflegestifte eine wachsartige Konsistenz. Gleichzeitig gibt es aber auch Pflegecremes aus der Tube, die eine ähnliche Konsistenz wie Lipgloss aufweisen und sich damit einfacher verteilen lassen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie einen höheren Wasseranteil haben.

Allerdings sind solche Pflegestifte eher weniger geeignet, wenn es draußen sehr kalt ist. Für den Winter sind fettreiche Pflegestifte mit einem möglichst geringen Wasseranteil ideal. Sie haften deutlich länger auf den Lippen und schützen sie effektiv gegen Kälte.

Paraffine, Mineralöle & Co.

Eine Vielzahl an heutzutage erhältlichen Lippenpflegestiften enthalten Paraffine. Hierbei handelt es sich um neutrale, geruchslose Fette, welche man aus Erdöl herstellt. Sie sorgen für besonders weiche Haut und bewahren sie davor auszutrocknen.

Vermerkt sind Paraffine auf der Verpackung beispielsweise als Cera Microcristallina oder auch als Petrolatum. Lippenpflegeprodukte, in denen Mineralöle bzw. deren Bestandteile enthalten sind, stehen dennoch manchmal in der Kritik, dass sie die Haut “verstopfen”.

Möchte man dennoch keine mineralölhaltigen Produkte verwenden, dann hat man die Möglichkeit, auf Pflegestifte zurückzugreifen, in denen natürliche Fette oder pflanzliche Öle enthalten sind. Dazu zählen beispielsweise Avocado-, Mandel- oder auch Olivenöl.

Hautverträglichkeit

Wie viele andere kosmetische Produkte können Lippenpflegestifte Bestandteile enthalten, welche Hautreizungen oder Allergien auslösen. Verantwortlich dafür sind nicht selten Konservierungs- oder Duftstoffe, die einige Menschen nicht vertragen. In manchen Produkten ist unter anderem Propolis enthalten.

Hierbei handelt es sich um ein natürliches Bienenharz, mit dem die Waben ausgelegt werden. Es hat eine antibakterielle Wirkung und soll bei der Wundheilung behilflich sein – jedoch steht es auch im Verdacht, allergische Hautreizungen auszulösen.

Selbiges gilt für Produkte mit Ringelblumenextrakt oder sogar mit Kamille. Weiß man bereits, dass man auf einige bestimmte Stoffe allergisch reagiert, so sollte man beim Kauf auf die Inhaltsangaben achten. Gerade weil die Haut an den Lippen so dünn und empfindlich ist, sollte die Pflege dafür optimal darauf abgestimmt sein.

Lippenpflegestifte & UV-Schutz

Jedes Kind weiß, dass UV-Strahlung schädlich ist und man die Haut davor mit einem entsprechenden Schutz bewahren muss. Selbiges gilt auch für die Lippen, was leider immer noch viel zu viele Menschen vergessen. Gerade in den Wintermonaten, in verschneiten Regionen in einer Höhe von 2.000 Metern oder mehr ist dieser Schutz extrem wichtig, da die UV-Strahlung dort viel höher ist – selbst dann, wenn die Sonne nicht scheint.

Und wenn doch, reflektiert der Schnee das Licht noch zusätzlich. Damit man keinen Sonnenbrand bekommt und die Lippen vor vorzeitiger Hautalterung schützt, sollte man also präventiv immer darauf achten, dass der Pflegestift einen UV-Schutz enthält.

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