Salbe gegen Tränensäcke. Was sie aus kosmetischer und medizinischer Sicht bewirken kann

Salbe gegen Tränensäcke. Was sie aus kosmetischer und medizinischer Sicht bewirken kann

Dunkle Ränder unter den geschwollenen Augen sind die sichtbaren Anzeichen von zu wenig Schlaf, Alkohol und Alter. In der Jugend gehen Augenschwellungen schnell zurück, doch mit zunehmendem Alter bleiben die Ringe und die geschwollenen Augen wollen gar nicht mehr abklingen.
Selbst mit genügend Schlaf bleiben die Verdickungen unter den Augen bestehen und lassen den Menschen müde und ungepflegt erscheinen. Ein Mittel gegen Tränensäcke zu finden ist trotz der großen Bandbreite an Kosmetika nicht einfach.

Bleibende Tränensäcke, woher kommen sie?

Die Haut unter den Augen ist besonders dünn und empfindlich. Hier zeigen sich die Anzeichen eines ungesunden Lebenswandels zuerst. Wenig Schlaf, Stress, Sonneneinstrahlung, Alkohol- und Zigarettenkonsum stört die Durchblutung der Kapillaren und es findet eine Flüssigkeitsablagerung, ein Lymphstau, unter den Augen statt.

Durch diese negative Lebensführung erschlafft das Bindegewebe schnell und Fettablagerungen unter den Augen erhöhen sich. Diese kann der Körper nicht abbauen und die Haut erschlafft zunehmend. Aber auch eine ererbte Bindegewebsschwäche kann zu Tränensäcken führen.
Tränensäcke können auch eine Erkrankung der Nieren oder des Herzens anzeigen. Daher sollte bei grundlos auftretenden Augenringen, die sich nicht wieder verringern, vorsichtshalber der Hausarzt konsultiert werden.

Was hilft gegen Tränensäcke?

Eine operative Möglichkeit, die unliebsamen Tränensäcke zu bekämpfen, ist seit längerem möglich. Mit einem kleinen Schnitt unter dem Auge entfernt der Arzt überflüssiges Fettgewebe und schlaffe Haut. Doch sollte neben den hohen Kosten einer solchen Operation auch die Gefahr nicht unterschätzt werden. Jede Narkose birgt Risiken.

Auch die Gefahr, dass sich das Auge nach der Operation durch zu viel entfernte Haut nicht mehr schließen lässt, kann nicht restlos ausgeschlossen werden. Für viele ist die Vorstellung, eine Operation direkt am Auge über sich ergehen zu lassen, besonders schlimm. Daher sollte jede non-invasive Methode vorgezogen werden und eine Operation immer als letztes Mittel zum Einsatz kommen.

Hausmittel

Neben den bekannten Hausmitteln, wie Gurkenscheiben, Quark und Teebeutel ist jede Möglichkeit, die die Augenpartie kühlt, geeignet, eine Schwellung schnell zu verringern. Auch gibt es Salben, die mehr oder minder zuverlässig, die Tränensäcke reduzieren oder aber diesen vorbeugen.

Salben

Salben, die die Haut kühlen, versprechen Linderung der angeschwollenen Haut. So straffen hyaluronsäurehaltige Gels kurzzeitig die Haut und führen zu einer optischen Verbesserung. Sie sind am besten geeignet, um bereits deutlich vorhandene Tränensäcke zu behandeln und oft das letzte Mittel vor einer Operation.

Manche Ärzte raten auch zu Salben, die Harnsäure/ Urea enthalten. Sie strafft das Bindegewebe und verringert so nicht nur die akut auftretenden Augenringe, sondern kann auch der Neubildung durch eine erhöhte Elastizität vorbeugen. Dies ist eine wirksame vorbeugende Maßnahme, denn generell sollte darauf geachtet werden, dass Tränensäcke erst gar nicht entstehen. Vorhandene effektiv zu verringern ist deutlich schwieriger.

Nicht chronische Augenschwellungen lassen sich auch mit homöopathischen Salben oder Komplexpräparaten behandeln. Diese regen den Körper an, den Lymphabfluss zu aktivieren, wodurch die Augenpartie entwässert wird und die Schwellung abnimmt.

Die oftmals von Prominenten empfohlenen Hämorrhoidensalben sind ungeeignet, da sie oft Kortison enthalten. Dieses führt zwar temporär zu einer Verbesserung, langfristig jedoch zu einer noch dünneren Haut, fördert sogar die Entstehung von Tränensäcken und macht später einen operativen Eingriff unumgänglich.

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