Mythen bei der Hautpflege

Mythen bei der Hautpflege

Die Hautalterung ist ein komplexer Prozess, der in der Medizin noch heute erforscht wird. In den vergangenen Jahrzehnten ist es Forschern bereits gelungen, die grundlegenden Ursachen für die Faltenbildung und die Alterserscheinung zu erkennen. Damit konnten viele Irrtümer aufgedeckt werden, die sie sich in der Gesellschaft über die letzten Jahrhunderte eingebürgert haben. Im Folgenden sollen die bekanntesten Mythen auf ihren Wahrheitsgehalt untersucht werden.

Trockene Haut begünstigt die Alterung

Viele Menschen teilen die Ansicht, die Faltenbildung würde durch Trockenheit begünstigt werden. Tatsächlich haben Experten herausgefunden, dass sich bei einer übermäßigen Austrocknung dezente Linien bilden. Diese dürfen mit einer klassischen Falte aber nicht verwechselt werden. Die feinen Linien verschwinden, sobald die Haut an Feuchtigkeit gewinnt.

Dies ist bei Falten nicht der Fall. Klinisch konnten Falten mit einer bloßen Feuchtigkeitsspende sichtlich nicht reduziert werden. Menschen, die unter einer trockenen Haut leiden, müssen sich über eine frühzeitige Alterung daher keine Sorgen machen. Dennoch ist es empfehlenswert, die Haut vor der Austrocknung zu schützen. Andernfalls kann eine übermäßige Reizung der Haut nicht ausgeschlossen werden.

Milch und Fett verursachen Pickel

Nach wie vor sind sich Ärzte im Unklaren, auf welche Ursachen Akne genau zurückgeführt werden kann. Viele Experten vermuten, Akne sei eine Veranlagung, die abhängig von den Lebensumständen stärker oder schwächer zum Zuge kommen kann. Untersuchungen zeigen zudem auf, Stress könne die Widerstandsfähigkeit der Haut schwächen.

Bislang gab es aber noch keine Studie, die eine Verbindung zwischen dem Konsum bestimmter Lebensmittel und der Entstehung der Akne herstellen konnte. Gleichzeitig betonen Ärzte, dass der Milch- und Fettkonsum einen wichtigen Baustein einer ausgewogenen Ernährung bildet.

Spezielle Pflegeserien für jede Altersgruppe

Oftmals werden Pflegeprodukte an bestimmte Altersgruppen gerichtet. Abhängig von der Zielgruppe soll die Pflegeformel eine unterschiedlich starke Wirkung entfalten. Viel wichtiger sei es, Pflegeprodukte nach Problemgruppen zu klassifizieren.

So sollte zwischen einer empfindlichen und strapazierfähigen Haut unterschieden werden. Unter Umständen werden feuchtigkeitsspendende und UV-schützende Zusätze benötigt. Zuletzt spielt die Auswahl verschiedener Konservierungsmittel eine wichtige Rolle. Auf diese Weise können Menschen mit entsprechenden Allergien auf ein Alternativprodukt ausweichen.

Die Wirkung der Pflegeprodukte nimmt ab

Ein weiteres Irrtum beruht auf dem Wirkungsverlust. So soll sich die Haut an die Wirkstoffe einer Pflegeformel gewöhnen und auf diese nach Wochen oder Monaten nicht mehr ansprechen. Entsprechend sei es notwendig, Pflegeprodukte regelmäßig zu wechseln.

Tatsächlich rührt der Mythos daher, dass die Haut auf die Pflege anspricht und sie sich nun in einem gesünderen Zustand befindet. Die Fortsetzung der Pflege geht mit geringeren Effekten einher. Da das Pflegeprodukt wirkt, ist von einem Wechsel abzuraten. Eine Ausnahme gilt nur, wenn Allergien gegen bestimmte Konservierungsmittel entwickelt werden.

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