Was führt zu unreiner Haut und wie bekämpft man sie?

Was führt zu unreiner Haut und wie bekämpft man sie?

Die Haut verrät alles und verzeiht nichts. Mit etwa 2,5m² (je nach Körpergröße) ist die Haut das größte Organ des Menschen. Sie ist Körperhülle und ganzheitliches Funktionsorgan. Die sensible Oberfläche zeigt ihre Befindlichkeiten an und verrät, wie es um die Gesundheit steht. Hautfärbung, Porenbild und allgemeine Beschaffenheit der Haut können Mängel in der Pflege offenbaren und Rückschlüsse auf ernährungsbedingte oder genetische Erkrankungen zulassen.

Die Haut – auch ein Zeichen für Wohlbefinden

Die ganze Gefühlswelt spiegelt sich im Erscheinungsbild der Haut wider, Erröten, Erblassen, Sorgenfalten oder Lachfältchen, hektische Flecke – die Gesichtshaut verrät einfach alles. Die Haut ist Atmungsorgan, Signalgeber bei Schmerz und Temperaturregler. Bei Hitze lässt sie uns aus geöffneten Poren schwitzen. Kälte zeigt sie uns an, indem sich ihre Poren schließen und sich mit den feinen Härchen zur Gänsehaut aufrichten.

Signalwirkung zeigt die Haut auch bei körperlichem oder psychischem Stress mit Hautrötungen, Juckreiz oder der Bildung von Pusteln. Als Ausscheidungsorgan transportiert sie abgestorbene Hautzellen sowie schädliche Körpergifte mit Talg und Schweiß an die Oberfläche.

Ursachen für die Entstehung von Hautunreinheiten

Es wäre also viel zu einfach, Pickel, Mitesser und Hautflecken nur auf einen Mangel an Pflege zurückzuführen. Für die Beurteilung ihrer Beschaffenheit ist ein ganzheitlicher Ansatz unter Beachtung verschiedener Einflussfaktoren notwendig:

  • – menschliche Lebensphasen: Pubertät, Hormonveränderungen, Schwangerschaft
  • – Umweltsituation: Staub, Schmutz, Abgase, Giftstoffe
  • – klimatische Bedingungen: Hitze, Kälte, UV Strahlung, Raumklima
  • – Ernährung: Getränke, Nahrungsmittel, Medikamente, Alkohol, Nikotin, Gewürze
  • – Lebensweise: körperliche und seelische Belastung, Bewegung, Schlaf

Das Gesicht ist der Spiegel der Seele und schöner Teint erstrebenswert

Tröstlich zu wissen ist, dass die wenigsten Menschen von Natur aus makellose Haut besitzen. Doch danach zu streben lohnt sich. Zuerst ist wichtig, die persönliche Lebensweise zu überprüfen und zu schauen, ob genügend Zeit zum Essen, für Bewegung an frischer Luft und zur Entspannung vorhanden ist. Einer der wichtigsten Faktoren ist die ausgewogene Ernährung als Voraussetzung für Zellneubildung während des Nachtschlafs.

Für reine und gut durchblutete Haut ist eine gesunde Darmflora unerlässlich. Mit ausgewogener, ballaststoffreicher Nahrung, wenig tierischen Fetten und Zucker, mit Vollkornprodukten, ausreichend Obst, Gemüse sowie reichlich Wasser, sind die ersten Schritte schon getan.

Hautanalyse – der erste Schritt zu einer gesünderen Haut

Eine gründliche Hautanalyse hilft herauszufinden, ob die störenden Pickel und Hautunreinheiten nur ein kosmetisches Problem oder Zeichen einer Erkrankung sind. Mitesser (Haarfollikel), kleine weiße Knötchen (Grieskörner) und vereinzelte Pickel sind mit spezieller Pflege leicht in den Griff zu bekommen. Pusteln und flächenhafte Ausbreitung von eitrigen Pickeln gehören, wie Akne oder allergische Reaktionen, in die erfahrenen Hände eines Arztes.

Wirksame Hautpflege ist Reinigen, Tonisieren, Schützen und Aufbauen

Merkmale fettiger Haut sind ständiger öliger Glanz, schlechte Durchblutung, große Poren und die Neigung zu Hautunreinheiten. Positiv ist eine geringere Neigung zur Faltenbildung.

Die typischen Symptome zeigen sich vorrangig in der sogenannten T-Zone des Gesichtes, die sich beginnend am Haaransatz im Stirnbereich über die Nase bis zur Kinnspitze zieht. Die Wangenzone entspricht häufig der normalen Haut, so dass von einer Mischhaut gesprochen wird.

Reinigungsmilch

Das Gesicht sollte mit Hilfe einer milden, fettfreien Reinigungsmilch oder mit einem Reinigungsschaum und Wasser gereinigt werden. Die so vorgelösten Talgreste und Hornschüppchen werden danach mit einem leicht alkoholhaltigen Gesichtswasser (Toner) und Wattepads abgenommen. Dabei atmet die Haut förmlich auf. Nun wird eine ölfreie, feuchtigkeitsspendende Tagescreme mit Lichtschutzfilter (LSF 15) aufgetragen, wobei die hochempfindliche Augenpartie ausgespart bleibt. Für sie ist eine hochwertige Augencreme empfehlenswert.

Die richtige Nachtpflege

Zur Nacht eignet sich eine ausgleichende, regenerierende Lotion, die neben pflegenden Substanzen noch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthält, um einen wirksamen Schutz (Anti-Aging) gegen freie Radikale zu bilden und der Hautalterung entgegenzuwirken. Spezielle warme Kompressen und leichte Gesichtsmassagen fördern die Durchblutung der Haut.

Ein Peeling (zweimal wöchentlich abends) oder eine hautklärende Maske unterstützen die tägliche Reinigung. Dabei werden ebenfalls überschüssiges Fett und Hautschüppchen abgetragen, wodurch die Haut optimal für die nachfolgende Pflege vorbereitet wird. Zusätzlich kann durch ölfreies, feuchtigkeitsspendendes Make up ein nahezu makelloses Erscheinungsbild der Haut erreicht werden.

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